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Verwendungszweck

Das LipiView® Augenvorderabschnittsinterferometer ist ein ophthalmisches Bildgebungsverfahren, das von einem Augenarzt bei erwachsenen Patienten eingesetzt wird, um digitale Bilder mit gespiegelten (interferometrischen) Aufnahmen des Tränenfilms zu machen, diese zu speichern, zu bearbeiten und zu archivieren. Der Tränenfilm kann somit visuell dargestellt und fotografisch dokumentiert werden. Mithilfe dieser Aufnahmen kann das LipiView®-Interferometer die absolute Dicke der Lipidschicht im Tränenfilm messen sowie die Lidschlagfrequenz und –qualität ermitteln.

Kontraindikationen

Kontraindikationen sind Gegebenheiten, bei denen das Gerät nicht eingesetzt werden sollte, da das damit verbundene Risiko den Nutzen klar überwiegt. Für das LipiView®-Interferometer sind keine Kontraindikationen bekannt.

Vorsichtsmaßnahmen

TDie folgenden Faktoren seitens des Patienten können die Ergebnisse der Tränenfilmanalyse durch das LipiView®- Interferometer beeinflussen:

  • Verwendung von Augentropfen, zum Beispiel künstliche
    Tränenflüssigkeit, sowie von Salben oder anderer Augenmedikamente. Verwenden Sie 12 Stunden vor der Behandlung keine Augentropfen auf Ölbasis (z. B. Soothe®, Restasis®) sowie 24 Stunden vorher keine Salben. Bei allen anderen Augentropfen warten Sie bitte mindestens vier Stunden, bevor mit der Verwendung des Geräts begonnen wird.
  • Tragen von harten oder weichen Kontaktlinsen. Diese bitte mindestens vier Stunden vor der Untersuchung entfernen.
  • Verwendung von Gesichtskosmetika auf Ölbasis in Augennähe.
  • Reiben der Augen.
  • Schwimmen in chlorhaltigem Wasser. 12 Stunden vor der
    Untersuchung bitte nicht schwimmen.
  • Faktoren, die die Augenoberfläche betreffen und sich auf die Stabilität des Tränenfilms auswirken. Dazu gehören Augenerkrankungen, Dystrophie, Trauma, Narbenbildung, Operationen oder Abnormalitäten.

Mögliche Nebenwirkungen

Es sind keine Nebenwirkungen bekannt, die mit der Behandlung mit LipiView® in Verbindung gebracht werden.

Das LipiView®-Interferometer berührt das Auge nicht. Die für die Betrachtung des Tränenfilms und die Aufnahme von Bildern benötigte Lichteinwirkung schadet dem Auge nicht.

 

MEIBOMIAN GLAND EVALUATOR™

Verwendungszweck

Der Meibomian Gland Evaluator™ wird vom Arzt verwendet, um das Sekret der Meibom-Drüsen zu analysieren.

Kontraindikationen

Es sind keine Kontraindikationen bekannt.

Vorsichtsmaßnahmen

  • Den Schaft nicht bis zum Anschlag der Feder drücken. Keinen zusätzlichen Druck ausüben, nachdem der Schaft etwa 6 mm eingedrückt wurde. Jede zusätzliche Kraftausübung macht den Nutzen des mit normalem Druck bedienten Geräts zunichte.
  • Um die Sekrete der Meibom-Drüsen unter Benutzung des Meibomian Gland Evaluator™ zu analysieren, ist die Verwendung eines Spaltlampenbiomikroskops notwendig.

Mögliche Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen bei der Untersuchung mit dem Meibomian Gland Evaluator™ sind unwahrscheinlich. Es können jedoch unter anderem die folgenden Vorkommnisse auftreten:

  • Abschürfungen der Haut, z. B. durch eine raue Oberfläche
    des Geräts
  • Verletzung der Augenoberfläche, z. B. aufgrund von einer Berührung des Auges durch unsachgemäßen Gebrauch
  • Entzündungen der Haut oder des Auges, z. B. durch unsachgemäße oder fehlende Desinfektion nach der Benutzung und zwischen Patienten
  • Allergische oder toxische Reaktionen, z. B. durch Spuren von Substanzen am Gerät während der Benutzung
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Verwendungszweck

Das LipiFlow® System wurde entwickelt, um durch die lokale Anwendung von Wärme und Druck chronische zystische Erkrankungen des Augenlids bei erwachsenen Patienten zu behandeln. Dazu gehört die Meibom-Drüsenevaporative Dry Eye or Lipid Deficiency Dry Eye. Dysfunktion (MDD), die auch unter dem Namen evaporative Benetzungsstörung oder trockene Augen durch Lipidmangel bekannt ist.

Kontraindikationen

In den folgenden unten aufgeführten Fällen sollte das LipiFlow® System nicht bei Patienten eingesetzt werden, da die Behandlung von Patienten in diesen Fällen zu Verletzungen führen kann. Zur Wirkung und Sicherheit der Behandlung solcher Patienten mit dem Gerät liegen keine Studien vor.

  • Augenoperation in den letzten drei Monaten vor der Behandlung, einschließlich intraokularer, okuloplastischer, kornealer oder refraktiv-chirurgischer Operationen.
  • Augenverletzung innerhalb der letzten drei Monate
  • Herpes am Auge oder Augenlid innerhalb der letzen drei
    Monate vor der Behandlung
  • Akute Augeninfektion, z. B. virale, bakterielle oder mykobakterielle Infektion, Protozoeninfektion, Pilzinfektion der Hornhaut, Bindehaut, Tränendrüse, des Tränensacks oder Augenlids, einschließlich eines Hordeolums (Gerstenkorn)
  • Akute Augenentzündung sowie wiederkehrende oder chronische Augenentzündungen in den letzten drei Monaten, z. B. Retinitis, Entzündung der Makula, Choroiditis, Uveitis, Iritis, Skleritis, Episkleritis, Keratitis
  • Anomalitäten des Augenlids, die die Lidfunktion beeinträchtigen, z. B. Entropium, Ektropium, Tumor, Ödem, Blepharospasmus, Lagophthalmus, schwere Trichiasis oder schwere Ptosis
  • Anomalitäten der Augenoberfläche, die die Hornhaut beeinträchtigen können (z. B. vorherige chemische Verbrennung, wiederkehrende Hornhauterosion, korneale Epitheldefekte, Fluoreszeinfärbung der Hornhaut (3. Grades) sowie Map-Dot-Fingerprint-Dystrophie

Vorsichtsmaßnahmen

Es ist möglich, dass der einmal verwendbare Augenaufsatz des Geräts bei manchen Augen nicht passt, z. B. bei Augen mit kleiner Lidspalte. Das LipiFlow® System sollte in den folgenden Fällen nicht bei Patienten eingesetzt werden. Anderenfalls kann der Nutzen der Behandlung beeinträchtigt werden, da diese Fälle Augensymptome hervorrufen können, die nicht auf zystische Meibom-Drüsen zurückzuführen sind. In diesen Fällen liegen keine Studien zur Wirkung und Sicherheit der Behandlung von Patienten vor:

  • Mittelschwere bis schwere allergische, Frühjahrs- oder gigantopapilläre Konjunktivitis (2. bis 4. Grades)
  • Schwere Entzündung des Augenlids (3. oder 4. Grades), z. B. Blepharochalasis, Blepharitis durch Staphylokokkeninfektion oder seborrhoische Blepharitis. Patienten mit schweren Augenlidinfektionen sollten vor der Verwendung des Gerätes medizinisch behandelt werden.
  • Systemische Erkrankungen, die Trockene Augen hervorrufen, z. B. Stevens-Johnson-Syndrom, Vitamin-AMangel, rheumatoide Arthritis, Wegenersche Granulomatose, Sarkoidose, Leukämie, Riley-Day-Syndrom, systemischer Lupus erythematodes sowie Sjögren-Syndrom
  • Einnahme von Medikamenten, die ein Trockenes Auge hervorrufen können, z. B. Isotretinoin (Accutane®) und systemische Antihistaminika.

Außerdem können sich durch die Behandlung zuvor eingesetzte Punctum Plugs lösen, was die Symptome der Trockenen Augen des Patienten verschlimmern kann.

Mögliche Nebenwirkungen

In der randomisierten, kontrollierten klinischen Studie wurden keine schweren Nebenwirkungen der Behandlung mit dem LipiFlow® System beobachtet. Als harmlosere Nebenwirkungen des LipiFlow®-Systems können beispielsweise mäßige Schmerzen des Augenlids, mäßige Bindehauthyperämie oder vaskuläre Injektion auftreten. Andere mittels Spaltlampe festgestellte Befunde sind Hyperämie des Augenlids, Augenlidödem, petechiale Bindehautblutungen, Chemose oder Ödem der Bindehaut, oberflächliche, punktuelle epitheliale Keratopathie, Färbung der Augenoberfläche sowie Ausfluss oder Schleim im Tränenfilm. Diese harmlosen Nebenwirkungen und mittels Spaltlampe festgestellten Befunde waren alle temporär und haben sich noch während der vierwöchigen Studie ,ohne langfristige Folgen und ohne dass eine medizinische Behandlung erforderlich war, zurückgebildet.

Als Folge der Verwendung des Geräts können folgende Nebenwirkungen auftreten, sind aber auf diese nicht beschränkt:

  • Schmerzen am Auge/Augenlid, die den Abbruch der Behandlung notwendig machen
  • Irritation oder Entzündung des Augenlids, z. B. Ödem, Dermatitis, Hordeolum oder Chalazion
  • Irritation oder Entzündung der Augenoberfläche, z. B. Abschürfung der Hornhaut, Ödem der Bindehaut oder konjunktivale Injektion (Hyperämie)
  • Symptome der Augen, z. B. Brennen, Stechen, Tränen, Jucken, Ausfluss, Röte, Fremdkörpergefühl, Sehstörungen, Lichtempfindlichkeit

Mögliche schwere Nebenwirkungen, die durch Abschwächung des Geräts vermieden werden sollen und daher auch nicht erwartet werden:

  • Thermische Verletzung des Auges oder Augenlids, einschließlich Bindehaut, Hornhaut oder Linse
  • Verletzung des Augenlids durch Druckeinwirkung
  • Infektion der Augenoberfläche